Metaphysik. Ein philosophischer Ausflug. MicroNation EcoEden. Vorbereitung auf eine Post-Kollaps-Gesellschaft, die wir beipielhaft prägen.

Metaphysik

Atlas wirft die Welt ab ist ein 1957 erschienener Roman von Ayn Rand. In Deutschland wurde das Buch im Jahr 2012 unter dem Titel Der Streik und 2021 unter dem Titel Der freie Mensch neu aufgelegt. Rands Roman gilt in den Vereinigten Staaten als eines der einflussreichsten politischen Bücher des 20. Jahrhunderts und basiert auf dem Objektivismus.

Ausgangspunkt und Grundlage des Randschen Objektivismus sind drei Grundannahmen:

  • Die erste Annahme, das Existenzaxiom, formuliert Rand tautologisch: „Existenz existiert“. Der Begriff Existenz fasst alles zusammen, was ist, macht aber keine besonderen Aussagen darüber, was im Speziellen ist, also existiert.
  • Die zweite Grundannahme ist die Definition des Bewusstsein als „Fähigkeit, die Existenz wahrzunehmen“. Jede Form der Wahrnehmung und jedes Verständnis des Seins impliziert demnach die Existenz eines Bewusstseins.
  • Die dritte Annahme handelt von der Identität. Was auch immer ist, ist, was es ist (Wortlaut Ayn Rand: „An A is an A“). Existenz und Identität werden gleichgesetzt, denn aus dem Bewusstsein folge die Identifikation mit dem Existierenden.

Zudem verhalte sich alles Existierende nach den Gesetzen der Kausalität, dem Prinzip von Ursache und Wirkung. Die Kausalität wird als Korollarium der Identität wahrgenommen, d. h., ein Ding von einer bestimmten Identität (z. B. ein Diesel-Sauerstoff-Gemisch) reagiert unter bestimmten äußeren Umständen (hoher Druck) seiner Natur entsprechend (es verbrennt). Ein bestimmtes Verhalten wird von der Identität des agierenden Dinges und von der Identität der äußeren Umstände notwendig gemacht. Die Existenz hat folglich eine innere Ordnung und eine Logik; sie ist absolut.

Das Verhältnis zwischen Existenz und Bewusstsein wird vom Primat der Existenz bestimmt, d. h., die Welt existiert unabhängig von unserem Bewusstsein: Eine Welt ohne Bewusstsein ist möglich; und ein Akt des Bewusstseins alleine (z. B. ein Wunsch, eine Vorstellung) übt keinerlei Einfluss auf die äußere Existenz aus (Wortlaut Ayn Rand: „Wishing won’t make it so“) – es sei denn, dass man auf spiritueller Ebene die Erkenntnis erlangte, dass die eigenen Gedanken die erlebte Welt formen.

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